Mask of Habits – Die Maske der Gewohnheit

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Projekt-Zusammenfassung
Mit unserem Projekt setzen wir an bei den individuellen Entscheidungen und Gewohnheiten der jungen TeilnehmerInnen, machen sie sichtbar und verleihen ihnen künstlerischen Ausdruck mit einer Botschaft:

‘Dein Konsumverhalten ist Teil deiner Identität’

Das ursprüngliche Projektkonzept basierte vor allem auf einer Projektdurchführung, mit den TeilnehmerInnen gemeinsam vor Ort, in den Kooperationseinrichtungen.

Die Einschränkungen durch die Pandemie, vor allem im sozialen Umgang miteinander, stellen für uns alle eine große Herausforderung dar. Wir möchten auch und besonders in dieser Zeit Möglichkeiten für Kreativität und Gemeinschaft bieten. Deshalb haben wir ein Konzept entwickelt, um unser Projekt auch online durchführen zu können.

Das ‘Mask of Habits’-Projekt fand in dem Zeitraum von Mai bis November 2020 statt. Das Projekt wurde außerschulisch, in Zusammenarbeit mit dem Künstler Kilian Riebes und den Musikern David A.T. Araya und Ronald Karek und in Kooperation mit dem ‘Kinderkeller’ (Marzahn) und der GU Wittenberger Straße (Marzahn), durchgeführt . Insgesamt nahmen an dem Projekt aus beiden Kooperationseinrichtungen 25 Kinder- und Jugendliche im Alter von 8-14 Jahren teil. Unter professioneller Anleitung haben sich die TeilnehmerInnen für die Projektarbeit in den ersten Monaten, regelmäßig zwei bis drei mal wöchentlich für verschiedene künstlerische-musikalische Workshops online in einem virtuellen Raum getroffen. In den darauffolgenden Monaten konnten wir die Projektworkshops zum überwiegenden Teil vor Ort in den Kooperationseinrichtungen durchführen.

Im Mittelpunkt der Projektworkshops stand die Auseinandersetzung mit dem Thema ‘Konsum als Teil deiner Identität’ auf der künstlerisch-gestalterischen, musikalisch-textlichen und audio-visuellen Ebene, mit dem Ziel, ein kritisches Bewusstsein für das eigene Konsumverhalten zu entwickeln.

Die TeilnehmerInnen sammelten Konsumschnipsel, Stücke von Verpackungen, Labels etc. mit denen sie sich alltäglich umgeben und gestalteten damit in den künstlerisch angeleiteten Maskenworkshops selbstgebaute, gesichtsgroße Masken. Parallel dazu haben wir den TeilnehmerInnen einer Video Reihe für den Maskenbau online zur Verfügung gestellt. Damit bot sich ihnen die Möglichkeit auch außerhalb der regulären Projektworkshops eigenständig an ihren Masken weiterzuarbeiten.

Während des künstlerischen Gestaltungsprozesses fand die Auseinandersetzung auf der individuellen Reflexionsebene, in den Lyric/Textworkshops, durch Fragestellungen, kreatives Schreiben und offene Diskussionsrunden statt. Mit den dahingehend getroffenen Aussagen und Gedanken erarbeiteten die TeilnehmerInnen Textbausteine für einen gemeinsamen Songtext, auf dessen Grundlage ein Projektsong produziert werden sollte, der die Gedanken, Fragen und Ideen der TeilnehmerInnen widerspiegelt.

Da die TeilnehmerInnen nur wenige musikalische Vorkenntnisse hatten, lagen die Schwerpunkte im Instrumental- und Gesangsbereich vor allem auf der rhythmischen und melodischen Umsetzung ihres gemeinsamen Songtextes, mit besonderem Fokus auf den Refrain.

Schritt für Schritt haben wir in den Musikworkshops an Hand von verschiedenen Übungssongs über Bodypercussion und Sprache, selbstgebauten Percussioninstrumenten aus recyclebaren Material bis hin zu mehrstimmigen Gruppengesang, den Songtext gemeinsam mit den TeilnehmerInnen stimmlich rhythmisch- und melodisch erarbeitet und arrangiert. Nachdem wir die Vorproduktion für den Projektsong erfolgreich abgeschlossen hatten, haben die TeilnehmerInnen mit professioneller Unterstützung ihren Projektsong im Studio, im ORWOhaus aufgenommen. Parallel zu den Studioaufnahmen fanden auch die Aufnahmen für das projektabschließende Musikvideo zum Projektsong, im ORWOhaus, statt.

Die während der Projektzeit entstandenen Ideen von den TeilnehmerInnen für ihr Musikvideo, wurden über mehrere Monate gesammelt und zusammengefasst. Zum Ende des Projekts, vor Beginn der Videoproduktion, haben wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Szenen für das Musikvideo, basierend auf ihren Ideen, entwickelt. Hierbei war es den TeilnehmerInnen besonders wichtig, dass bei ihrer individuellen und ihrer Gruppenperformance mit den fertiggestellten Masken, die Message von dem Projektsong sowohl kritisch als auch positiv im Musikvideo dargestellt wird. Für einige Videoszenen konnten sich die TeilnehmerInnen auch hinter der Kamera ausprobieren. Damit war der Tag im ORWOhaus auch der Höhepunkt von unserem Projekt. Mit viel Energie, Kreativität und Spaß haben die TeilnehmerInnen mit ihrer gemeinsamen und ideenreichen Performance den Projektsong und das Musikvideo zum Abschluss erfolgreich umgesetzt.

Das ‘Mask of Habits’-Projekt war für alle Projektbeteiligten eine große Bereicherung. Durch die erfolgreiche Projektdurchführung haben wir viel erreicht, worauf wir aufbauen können. Die Kooperationseinrichtungen werden auch in zukünftigen kulturellen Projekten zusammenarbeiten.

Für die Veröffentlichung des Musikvideos hatten wir ursprünglich eine Uraufführung mit allen Projektbeteiligten im ORWOhaus geplant. Durch die momentanen Einschränkungen können wir noch nicht absehen, wann die Veranstaltung voraussichtlich stattfinden kann. Aufgrund dessen haben wir am 14.02.2021, das ‘Mask of Habits’-Musikvideo ‘Maske auf und ab geht die Fahrt’ vorab, online auf unserer ORWOhaus Website veröffentlicht.

Für weitere Infos oder Fragen bitte per e-mail an Johanna – johanna.wolle@orwohaus.de

Song: Pusteblume

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Video: Mask of Habits geht online

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Video: Bauanleitung – Teil 1
Grundformen

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Video: Bauanleitung – Teil 2
Anpassen an das Gesicht

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Video: Bauanleitung – Teil 3
Mund, Kopf, Nase, Augen

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Video: Bauanleitung – Teil 4
Ohren bedecken, Kopf, Mund

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Video: Bauanleitung – Teil 5
Gestaltung für den Kopf

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Video: Bauanleitung – Teil 6
Schnipsel ausschneiden und aufkleben

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Fotos


MoH News Artikel: ‘Kiezbericht – Marzahn Nord/West’ von Rolf A. Götte:

“Mask of Habits” auch in Marzahn NordWest
» zum Artikel

“Mask of Habits” geht weiter
» zum Artikel


‘Mask of Habits’ ist ein Kunst-und Musikprojekt vom ORWOhaus e.V. in Zusammenarbeit mit dem Künstler Kilian Riebes und den Musikern David Alejandro Toro Araya und Ronald Karek.

Kooperationseinrichtungen
Kinderkeller-Marzahn (Kulturhochhaus), Wittenberger – GU Berlin-Marzahn (HERO)

gefördert durch